Trinkwasserversorgung

Trinkwasserversorgung: Wie steht es um die Verfügbarkeit von Trinkwasser?

Ungleiche Verteilung

NUR ETWA 2,5 PROZENT DES WASSERS AUF DER ERDE IST SÜßWASSER

In Sachen Wasser herrscht ein Ungleichgewicht auf der Erde. In Deutschland ist der Griff zum Wasserhahn und damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit. Und ein Privileg. Denn weltweit haben 2,1 Milliarden Menschen nach wie vor keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Zudem müssen laut UNICEF mehr als 260 Millionen Menschen einen Weg von mehr als einer halben Stunde zurücklegen, um an sauberes Wasser zu kommen.

Trinkwasserversorgung: Globale Süßwasserverteilung

GLOBALE SÜßWASSERVERTEILUNG

Nicht nur der Zugang zu Trinkwasser ist weltweilt ungleich verteilt. Wer sich mit den Wasservorkommen auf unserem blauen Planeten auseinandersetzt, merkt schnell: Der Anteil des Süßwassers an den 1,37 Billiarden Kubikmetern Wasser auf der Erdoberfläche beträgt nur etwa 2,5 Prozent. Süßwasser ist damit ein knappes Gut. Und die Verfügbarkeit der Süßwasservorräte ist weiter eingeschränkt. Nur etwa ein Drittel steht uns, beispielsweise in Form von Grundwasser, Fließgewässer, Binnenseen und Atmosphäre, als Trinkwasser zur Verfügung. Der Rest ist gefroren und besteht aus Eis oder Schnee. 49 Prozent des nutzbaren Süßwassers finden sich im Grundwasser. Ob und in welchem Maß Süß- und Grundwasserressourcen in einem Gebiet vorhanden sind, hängt sowohl von klimatischen als auch geografischen Faktoren ab. In Gebieten mit höheren Niederschlagsmengen, wie in Nordeuropa und Mittelamerika, bildet sich mehr Grundwasser. In Zonen mit weniger Niederschlag steht logischerweise weniger Grundwasser als Trinkwasserquelle zur Verfügung.

GLOBALE TRINKWASSERVERFÜGBARKEIT

Der Einzelne hat oft das Nachsehen, wenn es um die Trinkwasserversorgung geht. Denn eine gesicherte und zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser ist in einigen Teilen der Welt noch immer keine Selbstverständlichkeit. So trinken heute fast 160 Millionen Menschen nicht aufbereitetes Wasser von Oberflächengewässern, da sie keinen Zugang zu Grundwasserquellen oder Brunnen haben. Zugang zu sicherem Trinkwasser hat man laut UNICEF dann, wenn man Zuhause die Möglichkeit hat, an sauberes und bei Bedarf frei zugängliches Trinkwasser zu gelangen. Drei von zehn Menschen weltweit haben diesen Zugang nicht. Wenn die geschützte Trinkwasserquelle weniger als eine halbe Stunde entfernt ist, spricht UNICEF von einer immerhin elementaren Trinkwasserversorgung. Diese fehlt weltweit immer noch 844 Millionen Menschen.

Globale Trinkwasserverfügbarkeit

Quelle: Unicef

 

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Seit der Verabschiedung der Millenniums-Entwicklungsziele im Jahr 2000 arbeiten viele Organisationen und Staaten daran, den Zugang zu sicherem Trinkwasser in Entwicklungsländern zu verbessern. Der Anteil der Weltbevölkerung mit Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserversorgung stieg zwischen 1990 und 2015 von 76 auf 91 Prozent an. Somit verbesserte sich für 2,6 Milliarden Menschen die Trinkwasserversorgung weltweit.

TRINKWASSERVERSORGUNG IN DEUTSCHLAND

Der Norden Europas gehört zu den Regionen der Welt mit vergleichsweise höheren Niederschlagsmengen. Deutschland kann deshalb etwa 70 Prozent seines Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser entnehmen. Den restlichen Teil holen sich die Wasserversorger aus Talsperren, Uferfiltrat, Flusswasser oder künstlich angereichertem Grundwasser. Wie genau die Qualität des Trinkwassers beschaffen sein muss, regelt die Trinkwasserverordnung.

Sie ist ein Leitfaden, der für 56 Stoffe Grenzwerte festlegt. Gefahren für das Trinkwasser in Deutschland bestehen trotzdem, zum Beispiel durch den Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft. Diese herauszufiltern ist eine zunehmende Herausforderung für die Versorger.

TRINKWASSERPROBLEME IM KATASTROPHENFALL

Die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Deutschland ist im Normalfall hoch. In der Vergangenheit kam es aber auch bei uns zu Beeinträchtigungen der Trinkwasserversorgung zum Beispiel durch Hochwässer an Donau und Elbe. Durch die Überschwemmungen von Kläranlagen während des Elbe-Hochwassers 2002 beispielsweise kam es zum Eintrag von Schadstoffen in die Gewässer der Region und damit zur Verunreinigung des Grundwassers.

FAZIT

Die unterschiedliche Verfügbarkeit von Trinkwasser auf der Welt hängt nicht nur von klimatischen und geografischen Faktoren ab, sie ist auch eine sozioökonomische Angelegenheit. Seit den 2000er-Jahren werden Fortschritte in der Trinkwasserversorgung weltweit erreicht, wodurch immer mehr Menschen einen sicheren Zugang zu diesem wichtigen Gut bekommen. Natürlich ist diese Sicherheit immer in Relation zu sehen. Denn der Klimawandel und die globale Erwärmung heben den hydrologischen Kreislauf zunehmend aus den Fugen.

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